Mein SunMilkDress mit Tellerrock

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach Schnitten, die mein Handycap ein wenig kaschieren. Und als ich auf der Facebook-Seite von #Paulinanäht einen Probenähaufruf für das Kleid „Sun-Milk-Dress“ gesehen hatte, habe ich mich gleich beworben.. (und deshalb muss ich diesen Beitrag auch als *Werbung* deklarieren)

Und ich wurde genommen! 😘 (Tini war voll süß: sie hat mich vorher noch gefragt, ob ich mir das schon wieder zutraue. Voll lieb!)

Mein erstes SunMilkDress ist die Version mit Tellerrock. Angeschnitten habe ich dazu wieder mal ein Streichelstöffchen: #Me (Design von #enemenemeins) von #lillestoff. Der glitzert sogar! Und weil ich erst nach fast fertigen Zuschnitt bemerkt hatte, dass das vierte Teil vom Tellerrock falsch herum gemustert gewesen wäre, habe ich 2 „Achtel“ eingenäht. Und ich finde, mein Stoma wird super kaschiert.

Das zweite #SunMilkDress hab ich in „leger“ genäht. Das ist aber noch nicht im Kasten..

Und das Schnittmuster?! Kommt im Laufe der nächsten Woche raus… Also schon mal merken. 😎

Dann genießt die Sonne ☀️! Ich bin dann mal nähen…

Nena’s Puppentrage Ruck-Zuck

Kennt ihr das auch?! „Mama, hilfst Du mir?! Die ist schon wieder verstellt! Ich krieg die Nena nicht rein!“ 🙄 Oh Mann! Das Drama mit der #Puppentrage.. Schwer anzuziehen, die Puppe hängt komisch drin.. Und ich weiß, wovon ich schreibe: wir haben vier Tragen hier, und jede ist eine Katastrophe!

*Beitrag enthält Werbung aus Überzeugung*

Und dann kam der Probenähaufruf von „Bunte-Nähigkeiten.de“: eine Puppentrage, die sich das Kind selber anziehen kann? Und die Puppe geht auch leicht rein? Na, da bin ich ja mal gespannt..

Zugeschnitten und genäht war das Teilchen in weniger als einer Stunde. Die Träger sind aus Jersey und leicht dehnbar, aber nicht verstellbar. Das Futter ist Jeans und das rote Stöffchen mit den Punkten ist von Robert Kaufmann. Die Serie heisst „Spot on“. Ina kann die Trage alleine anziehen und braucht mich nicht mehr dazu. Und dank Klettverschluss bekommt sie die Nena auch alleine rein. Perfekt! Mission completet! 😂 Eine klare Empfehlung von der #Puppenmutti, und auch von mir.. 👌😜

Den Schnitt gibt es hier:

DaWanda https://bit.ly/2Hn91gn

Makerist https://bit.ly/2sAhojX

Sewunity https://bit.ly/2LrpTEW

Alles-für-Selbermacher https://bit.ly/2Ls1NKe

Schnittverhext https://bit.ly/2kTxeCf

Meine Stranddeern

Hach! Endlich darf ich Euch meine genähten #Stranddeern zeigen! ♥️

#Sommerkleid #Strand #Applikation #Schnittmuster #Werbung #Ilovesewing #NähenistwieZaubernkönnen

Hier hat dat Inchen ein Stranddeern in pink-rot mit #Krabbenappli. Das Schnittmuster ist von #Lumali und in den Gr. 80-164 nähbar. Die #Applikationsvorlage ist von #VickiskleineWerke.

Ich habe sie vergrößert und in die Tasche „eingebaut“.

Samara wollte unbedingt den Krakenstoff für ihr Stranddeern. Und natürlich auch eine Tasche. Und laaange Krakenarme. Tadaaa! Das ist das Ergebnis. Da kann der Urlaub ja kommen! 👗☀️💦

Und mein erstes Stranddeern möchte ich Euch auch noch zeigen: Samara hat sich das #Einhornstöffchen aus der #MagicSerie von #SarahJane ausgesucht. Und Spitze am Saum. Das Kleid war übrigens innerhalb einer guten Stunde fertig.

Und ich habe noch mehr Kleider zugeschnitten. Die zeige ich Euch dann, wenn sie fertig sind.

So! Ich bin dann mal noch mehr Stranddeern nähen. 👗😜♥️

Genießt die Sonne! ☀️

Jetzt aber! Ich hab es wieder getan!

Vorsicht! Enthält Werbung und wahnsinnig viel Euphorie!

Nachdem ich mich meinen Nähplatz wieder hergerichtet hatte, habe ich mich spontan bei #GialLino zum #Probenähen beworben. Und wurde prompt genommen! 🙂 Was dabei raus kam? Ein absolut #stomafreundliches Teilchen! Und eine glückliche Melli. <3 Mein erstes richtiges Teilchen nach der OP. Dauert zwar alles etwas länger, aber geht.

Und wir hatten auch an dem Tag, an dem die Fotos gemacht worden sind wahnsinnigen Spaß! Samara und Ina haben die Fotos gemacht und anschliessend haben wir noch ein lecker Eis gegessen.

Das #Schnittmuster heisst #Coccoletta für mich und ist nähbar von Gr. 32 – 48.  Am allerbesten eignen sich dafür #Sommersweat, #Strick oder auch dickerer #Wintersweat. Ich habe meine in Coccoletta in Gr. 42 und aus dem Federstöffchen, daß ich so lange aufgehoben hatte, genäht. Und sie bedeckt auch so wunderbar den Beutel an meinem Bauch. <3 Das wird auch ganz sicher nicht meine letzte Coccoletta sein.

Und das Beste kommt bekanntlich zum Schluß: Das ebook gibt es ein paar Tage sogar als Freebook bei Makerist.

Also.. Schnell sein lohnt sich! Und ran an die #Nähmaschinen.. 🙂

12/2017 – 02/2018 Nach der OP ist vor der OP

Ein paar Tage blieb ich noch auf der Intensivstation. Dann wurde ich wieder in die Chirurgie zurückverlegt. Die ersten Tage waren grausam: ich habe es kräftemässig nur bis zur Toilette und zurück geschafft. Dann begann man mich mit Eiweissdrinks zusätzlich zu den normalen Mahlzeiten aufzupäppeln. Ich war ja noch stark im Untergewicht. Aber es ging. Ich konnte wieder richtig essen! Und es schmeckte auch wieder. Endlich! Dann war das Stoma ja gar nicht so schlimm! Ich fing an, mich mit „Bernd“ (so heisst mein Stoma heute) anzufreunden. Ich hatte mir auch schon über eine Woche nicht mehr in die Hosen gemacht. Also hatte ich „Arschloch“ gegen „Bernd“ getauscht. Eigentlich ein guter Deal! Wäre da nicht diese furchtbare riesige Plastiktüte auf meinem Bauch. Aber das sollte sich auch bald ändern, dachte ich.

Dann kam Bernds grosser Tag: der erste richtige, „kleine“ Stomabeutel wurde angeklebt. Und es war gar nicht mal so schwer! Mein Traumstoma (wie viele Bernd nannten) liess sich gut versorgen. Ich hatte eine wunderbare Stomaschwester, die mir alles gezeigt und erklärt hat. Danke, Marianne! ♥️Alles gut soweit! Wäre da nicht der „Krater“, dort, wo einst ein Poloch war. Eine riesige Naht am Hintern! Und die schmerzte! Der Doc entschied eine Vakuumpumpe auf die Wunde zu kleben, damit die Wundheilung vorangeht. Dafür wurde die Naht ein wenig aufgetrennt und ein Schwamm in die Wunde eingelegt. Darauf wird dann die Pumpe befestigt. Zieht den Dreck aus der Wunde und beschleunigt die Wundheilung. Aber nach dem 3. Wechsel des Schwammes fing es an zu stinken. Die Wunde war dabei sich zu entzünden. Also wurde die Pumpe entfernt und die Wunde wurde durch die Krankenschwestern morgens und abends gereinigt, gespült und neu versorgt. Der Physiotherapeut half mir auf die Beine: Mitte Dezember flitze ich dann auch wieder mit meinem Rollstuhl-Sitzkissen-Gespann durchs Klinikum,- und ich trank wieder meinen Morgenkaffee. Darauf hatte ich so lange verzichtet wegen den schlimmen Durchfällen. Aber die waren ja weg. Nach der OP ging es mir auch täglich besser. Die Frau Sozialdienst beantragte mit mir eine Reha und ein Behindertenausweis und ich hoffte auf meine baldige Heimkehr..

Und ich durfte sogar noch vor Weihnachten heim! Meine treueste Freundin holte mich am Tag der Entlassung ab und brachte mich zu meinem Hausarzt. Dort trafen wir die Wundmanagerin, die sich um meine Wunde kümmern sollte. Die zwei berieten sich und entschieden, dass ein Verbandswechsel vorerst 2 mal täglich durch den örtlichen Pflegedienst der Caritas stattfinden sollte. Es wurden noch Fotos von der Wunde gemacht und gemessen wurde auch noch: der Krater war ca. 20 cm lang und noch ca. 8,5 cm tief. Ok, dachte ich mir. Klingt ziemlich übel. Und fühlte sich auch so an: ich merkte beim Abwischen kaum meine Scheide. Und auch der Hintern war taub. Das linke Bein sowieso. Und ich traute mich auch nicht, mal nachzusehen. Aus der Egoperspektive sah es jedenfalls normal aus..

Ich war daheim! Bei meinen Kindern. Und es war herrlich! ♥️ Ich bekam viele selbstgemachte Geschenke und mir wurden Weihnachtslieder vorgesungen, ich bekam Plätzchen und wurde bestens umsorgt. Es tat auch wahnsinnig gut, dass immer mindestens eine unserer Katzen mit bei mir im Bett lag. Ich war nicht mehr alleine! ♥️

Ab Januar kam der Pflegedienst nur noch einmal täglich. Die Familienhelferin schmiss die ganze Zeit über den Haushalt, spielte mit Samara Schach und sah sich Inas Ballettvorführungen an. Ich konnte täglich mehr und schaffte es auch tatsächlich minutenweise zu sitzen. Der Hausarzt kam einmal wöchentlich und nahm mir Blut zur Kontrolle ab. Alles ging seinen Lauf..

Und dann packte mich die Neugierde: ich nahm den Spiegel und sah mich untenrum an. Ich konnte es nicht fassen! Jeweils der untere Teil meiner Schamlippen fehlte! Und der Scheidenboden auch! Ein grosses „Nichts“. Alles weg! Ich war geschockt,- und ging erstmal kotzen..

Mir wurde schon gesagt, dass es übel aussieht, dass ich Ende Februar zum plastischen Chirurgen sollte damit er sich das anschauen kann. Mir wurde auch gesagt, dass „Arschloch“ auch in der Scheidenwand war und dass da viel entfernt wurde. Aber das?! Wow! SO hätte ich das nicht erwartet! „Arschloch“ hatte nicht nur meinen Sohn getötet und mein Rektum auf dem Gewissen, nein,- auch meine Weiblichkeit ist gerade gestorben! Oh Gott! Stoma und keine Scheide. Waaaah! Absoluter Schockzustand. Aber wenigstens heilte es „hinten“ immer besser zu.

Ende Februar dann der Termin beim plastischen Chirurgen. Er las die Akte aufmerksam durch und sah mich an: „Sie sind doch noch so jung!“ Ja! Aber das hat den Krebs leider nicht interessiert. Er untersuchte mich und war auch der Meinung, dass eine Rekonstruktion bitter nötig sei. Aber er möchte mindestens 9 Monate nach der Bestrahlung abwarten. Und er möchte das Kontroll-CT, dass ich Mitte des Jahres machen lasse, abwarten damit er weiss wie es innen so aussieht.. Und er muss sich mit dem Kollegen besprechen. „Das ist kein alltäglicher Eingriff. Und ich kann Ihnen auch nicht sagen, ob sie jemals wieder alles spüren werden.“ So ist jedenfalls der aktuelle Stand. Und auf Reha darf ich auch erst, wenn der Hintern wieder zugewachsen ist..

So versuche ich nun, mich mit der Situation zu arrangieren. Ich habe zwar inzwischen kaum noch Schmerzen und nehme zu, aber es ist nicht immer einfach! Trotzdem geht es weiter. Und ich hatte Glück: „Arschloch“ hat nicht gestreut. Ich kann leben und meine Kinder aufwachsen sehen. ♥️

Warum ich euch das erzähle?! Ganz einfach! Ich möchte aufrütteln! Ich möchte, NEIN ICH WILL dass ihr alle zur Darmkrebsvorsorge geht! Und wenn ihr auch noch familiär vorbelastet seit, dann gleich noch 2 Schritte schneller! Krebs ist ein Arschloch! Und Darmkrebs ist die einzige Krebsart gegen die es Vorsorgemassnahmen gibt. So eine Vorsorge kann euch das Leben retten!