Eigentlich wollte ich nur „schöne Sachen“ posten…

…aber das Leben ist leider nicht immer nur schön. Nein! Manchmal kommt es sogar richtig hart.. Ich habe lange überlegt ob ich es veröffentlichen soll, aber ich möchte Euch meine Geschichte erzählen. Zum einen um alles selbst etwas zu verarbeiten und zum anderen um anderen Betroffenen Mut zu machen…

Im Mai 2017 hatte ich einen positiven Schwangerschaftstest. Und ich war überglücklich! Mein 3. Kind! Wahnsinn! Und vielleicht bekommen meine 2 Mädels ja ein kleines Brüderchen? Wer weiß.. Ein bisschen Angst war natürlich auch dabei: ich hatte vor 11 Jahren bereits einen Abort in der 11. Woche.. Also wollte ich es den Kindern erst sagen wenn alles sicher ist.. Oder zumindest die kritischen 12 Wochen rum sind.

Nach wochenlangen Übergeben und wahnsinniger Müdigkeit haben wir es den Mädels also gesagt. Und sie haben sich unheimlich gefreut! Vor allem Ina: sie hat meinen Bauch geküsst, mich immer wieder umarmt und „Du bist schwanger! Wir kriegen ein Baby!“ gerufen während sie wie ein Floh auf dem Sofa herumhüpfte. Wir waren einfach alle unheimlich glücklich!

Dann bekam ich immer mehr Probleme beim Sitzen. Das Nähen wurde zur Qual und es schmerzte immer mehr. Ich dachte an Hämhorroiden und der Termin beim Proktologen war auch schon ausgemacht.. Und dann, Ende Juni, nahm das Glück plötzlich seine Kehrtwende: als ich in der Badewanne saß hatte ich auf einmal wahnsinnige Schmerzen und fing auch massiv aus dem Hintern zu bluten an. Ich hab natürlich nicht lange gefackelt und sofort den Krankenwagen gerufen, wurde ins Klinikum gebracht und dort kam die verheerende Fehldiagnose: Magen-Darm-Grippe!! Das war natürlich das Naheliegenste. Aber ich fühlte, dass  es das nicht war! Ich kenne doch meinen Körper! Aber auch nach mehrmaligem Betteln bekam ich keinen Proktologen zu sehen. Also wurde ich wieder entlassen und ging am nächsten Tag mit höllischen Schmerzen und auf eigene Faust zum Prok.. Und da hieß es dann: Analfissur. Ich bekam Zäpfchen und Creme und sollte in 2 Wochen wiederkommen. Ok, gesagt, getan.. Beim Termin danach hieß es ich solle noch ein wenig durchhalten: eine Fissur heilt normalerweise gut ab, aber sowas dauert nun mal… Die Schmerzen wurden immer schlimmer und inzwischen konnte ich weder laufen noch lange stehen.. Ich merkte wieder, dass ich innerlich mehr und mehr aufreiße.. Und ich blutete immer mehr! Stuhlgang war nur noch eine Höllenqual. Das konnte nicht normal sein!! Also ließ ich mich ins naheliegende Klinikum zur Proktologischen Sprechstunde fahren und erhielt wieder die Diagnose Analfissur. Ich konnte nicht mehr! Ich konnte ja auch kaum Schmerzmittel wegen dem Baby nehmen! Es war die absolute Hölle!! Die Kräfte reichten gerade noch zum Aufs-Klo-Gehen, ich hatte kaum Appetit und war am Ende meiner Kräfte. Hier stimmte was nicht! Eine Analfissur konnte doch nicht so heftig sein! Und ich hatte wahnsinnige Angst. Angst um mein Baby.. Was auch nicht unbegründet war, wie sich bald herausstellte…

…Das ist das einzige Bild von meinem Bäuchlein. Und auch dazu noch ein ganz Schlechtes. Naja.. Passend zu meinem Allgemeinzustand in dieser Zeit.. 🙁

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