Jetzt aber! Ich hab es wieder getan!

Vorsicht! Enthält Werbung und wahnsinnig viel Euphorie!

Nachdem ich mich meinen Nähplatz wieder hergerichtet hatte, habe ich mich spontan bei #GialLino zum #Probenähen beworben. Und wurde prompt genommen! 🙂 Was dabei raus kam? Ein absolut #stomafreundliches Teilchen! Und eine glückliche Melli. <3 Mein erstes richtiges Teilchen nach der OP. Dauert zwar alles etwas länger, aber geht.

Und wir hatten auch an dem Tag, an dem die Fotos gemacht worden sind wahnsinnigen Spaß! Samar und Ina haben die Fotos gemacht und anschliessend haben wir noch ein lecker Eis gegessen.

Das #Schnittmuster heisst #Coccoletta für mich und ist nähbar von Gr. 32 – 48.  Am allerbesten eignen sich dafür #Sommersweat, #Strick oder auch dickerer #Wintersweat. Ich habe meine in Coccoletta in Gr. 42 und aus dem Federstöffchen, daß ich so lange aufgehoben hatte, genäht. Und sie bedeckt auch so wunderbar den Beutel an meinem Bauch. <3 Das wird auch ganz sicher nicht meine letzte Coccoletta sein.

Und das Beste kommt bekanntlich zum Schluß: Das ebook gibt es ein paar Tage sogar als Freebook bei Makerist.

Also.. Schnell sein lohnt sich! Und ran an die #Nähmaschinen.. 🙂

 

12/2017 – 02/2018 Nach der OP ist vor der OP

Ein paar Tage blieb ich noch auf der Intensivstation. Dann wurde ich wieder in die Chirurgie zurückverlegt. Die ersten Tage waren grausam: ich habe es kräftemässig nur bis zur Toilette und zurück geschafft. Dann begann man mich mit Eiweissdrinks zusätzlich zu den normalen Mahlzeiten aufzupäppeln. Ich war ja noch stark im Untergewicht. Aber es ging. Ich konnte wieder richtig essen! Und es schmeckte auch wieder. Endlich! Dann war das Stoma ja gar nicht so schlimm! Ich fing an, mich mit „Bernd“ (so heisst mein Stoma heute) anzufreunden. Ich hatte mir auch schon über eine Woche nicht mehr in die Hosen gemacht. Also hatte ich „Arschloch“ gegen „Bernd“ getauscht. Eigentlich ein guter Deal! Wäre da nicht diese furchtbare riesige Plastiktüte auf meinem Bauch. Aber das sollte sich auch bald ändern, dachte ich.

Dann kam Bernds grosser Tag: der erste richtige, „kleine“ Stomabeutel wurde angeklebt. Und es war gar nicht mal so schwer! Mein Traumstoma (wie viele Bernd nannten) liess sich gut versorgen. Ich hatte eine wunderbare Stomaschwester, die mir alles gezeigt und erklärt hat. Danke, Marianne! ♥️Alles gut soweit! Wäre da nicht der „Krater“, dort, wo einst ein Poloch war. Eine riesige Naht am Hintern! Und die schmerzte! Der Doc entschied eine Vakuumpumpe auf die Wunde zu kleben, damit die Wundheilung vorangeht. Dafür wurde die Naht ein wenig aufgetrennt und ein Schwamm in die Wunde eingelegt. Darauf wird dann die Pumpe befestigt. Zieht den Dreck aus der Wunde und beschleunigt die Wundheilung. Aber nach dem 3. Wechsel des Schwammes fing es an zu stinken. Die Wunde war dabei sich zu entzünden. Also wurde die Pumpe entfernt und die Wunde wurde durch die Krankenschwestern morgens und abends gereinigt, gespült und neu versorgt. Der Physiotherapeut half mir auf die Beine: Mitte Dezember flitze ich dann auch wieder mit meinem Rollstuhl-Sitzkissen-Gespann durchs Klinikum,- und ich trank wieder meinen Morgenkaffee. Darauf hatte ich so lange verzichtet wegen den schlimmen Durchfällen. Aber die waren ja weg. Nach der OP ging es mir auch täglich besser. Die Frau Sozialdienst beantragte mit mir eine Reha und ein Behindertenausweis und ich hoffte auf meine baldige Heimkehr..

Und ich durfte sogar noch vor Weihnachten heim! Meine treueste Freundin holte mich am Tag der Entlassung ab und brachte mich zu meinem Hausarzt. Dort trafen wir die Wundmanagerin, die sich um meine Wunde kümmern sollte. Die zwei berieten sich und entschieden, dass ein Verbandswechsel vorerst 2 mal täglich durch den örtlichen Pflegedienst der Caritas stattfinden sollte. Es wurden noch Fotos von der Wunde gemacht und gemessen wurde auch noch: der Krater war ca. 20 cm lang und noch ca. 8,5 cm tief. Ok, dachte ich mir. Klingt ziemlich übel. Und fühlte sich auch so an: ich merkte beim Abwischen kaum meine Scheide. Und auch der Hintern war taub. Das linke Bein sowieso. Und ich traute mich auch nicht, mal nachzusehen. Aus der Egoperspektive sah es jedenfalls normal aus..

Ich war daheim! Bei meinen Kindern. Und es war herrlich! ♥️ Ich bekam viele selbstgemachte Geschenke und mir wurden Weihnachtslieder vorgesungen, ich bekam Plätzchen und wurde bestens umsorgt. Es tat auch wahnsinnig gut, dass immer mindestens eine unserer Katzen mit bei mir im Bett lag. Ich war nicht mehr alleine! ♥️

Ab Januar kam der Pflegedienst nur noch einmal täglich. Die Familienhelferin schmiss die ganze Zeit über den Haushalt, spielte mit Samara Schach und sah sich Inas Ballettvorführungen an. Ich konnte täglich mehr und schaffte es auch tatsächlich minutenweise zu sitzen. Der Hausarzt kam einmal wöchentlich und nahm mir Blut zur Kontrolle ab. Alles ging seinen Lauf..

Und dann packte mich die Neugierde: ich nahm den Spiegel und sah mich untenrum an. Ich konnte es nicht fassen! Jeweils der untere Teil meiner Schamlippen fehlte! Und der Scheidenboden auch! Ein grosses „Nichts“. Alles weg! Ich war geschockt,- und ging erstmal kotzen..

Mir wurde schon gesagt, dass es übel aussieht, dass ich Ende Februar zum plastischen Chirurgen sollte damit er sich das anschauen kann. Mir wurde auch gesagt, dass „Arschloch“ auch in der Scheidenwand war und dass da viel entfernt wurde. Aber das?! Wow! SO hätte ich das nicht erwartet! „Arschloch“ hatte nicht nur meinen Sohn getötet und mein Rektum auf dem Gewissen, nein,- auch meine Weiblichkeit ist gerade gestorben! Oh Gott! Stoma und keine Scheide. Waaaah! Absoluter Schockzustand. Aber wenigstens heilte es „hinten“ immer besser zu.

Ende Februar dann der Termin beim plastischen Chirurgen. Er las die Akte aufmerksam durch und sah mich an: „Sie sind doch noch so jung!“ Ja! Aber das hat den Krebs leider nicht interessiert. Er untersuchte mich und war auch der Meinung, dass eine Rekonstruktion bitter nötig sei. Aber er möchte mindestens 9 Monate nach der Bestrahlung abwarten. Und er möchte das Kontroll-CT, dass ich Mitte des Jahres machen lasse, abwarten damit er weiss wie es innen so aussieht.. Und er muss sich mit dem Kollegen besprechen. „Das ist kein alltäglicher Eingriff. Und ich kann Ihnen auch nicht sagen, ob sie jemals wieder alles spüren werden.“ So ist jedenfalls der aktuelle Stand. Und auf Reha darf ich auch erst, wenn der Hintern wieder zugewachsen ist..

So versuche ich nun, mich mit der Situation zu arrangieren. Ich habe zwar inzwischen kaum noch Schmerzen und nehme zu, aber es ist nicht immer einfach! Trotzdem geht es weiter. Und ich hatte Glück: „Arschloch“ hat nicht gestreut. Ich kann leben und meine Kinder aufwachsen sehen. ♥️

Warum ich euch das erzähle?! Ganz einfach! Ich möchte aufrütteln! Ich möchte, NEIN ICH WILL dass ihr alle zur Darmkrebsvorsorge geht! Und wenn ihr auch noch familiär vorbelastet seit, dann gleich noch 2 Schritte schneller! Krebs ist ein Arschloch! Und Darmkrebs ist die einzige Krebsart gegen die es Vorsorgemassnahmen gibt. So eine Vorsorge kann euch das Leben retten!

Oktober/November 2017 – Die Schmerzpatientin

An meinem Geburtstag, das war der erste Oktober, gab es lecker Nudeln von meinem Lieblingsitaliener: natürlich liegend,- ich konnte ja noch immer nicht sitzen.. Aber es war trotzdem herrlich! Die selbstgebastelten Geschenke und der Kuchen von Oma.. Das tat so gut!

Aber mein Zustand wollte einfach nicht besser werden. Ich blieb schwach und wurde immer weniger. Und die Schmerzen wurden täglich schlimmer.

Also rief ich wieder den Krankenwagen. Diesmal kam ich in die Onkologie. Dort versuchte man mich dann so gut auf Schmerzmittel einzustellen wie nur möglich. Nachdem ich dann unheimlich viel Morphium und Novalgin im Blut hatte, liess es sich überleben. Aber die Ärzte entdeckten auch einen neuen AnalAbszess. 😫 Also wieder das ganze Untersuchungsprozedere durch und ab zur 4. OP innerhalb von einem viertel Jahr. Oh Mann! Der scheiss Tumor verursacht wohl die Abszesse. Das erste Mal seit Wochen muss ich mich wieder damit befassen: so hatte ich ja gehofft, dass „Arschloch“ doch wenigstens geschrumpft ist.. Aber nein! Das war leider nicht der Fall. „Arschloch“ blieb standhaft! Also lief es auf eine fünfte, „größere OP“ hinaus, sagten die Ärzte bei der Visite.. Das war an einem Freitag. Ich fragte nicht weiter und dachte mir auch nichts weiter.. Bis die Message bei mir ankam: GRÖSSERE OP! Die entfernen diesmal nicht nur Haut von den Arschbacken! Die schneiden mich auf!!

Ich erwischte zum Glück auch gleich den Stationsarzt auf dem Gang. „Grössere OP bedeutet aufschneiden und Stoma, oder?“ Er senkte den Kopf und meinte: „Ja.“ Ich hatte erstmal keine weiteren Fragen..

Da war es wieder: DAS STOMA!! Verdammt! Ich hab so gelitten und alles getan damit ich nicht so ein Ding bekomme.. Die nähen mir den Darm auf den Bauch! Ernsthaft? Warum?!? Scheiss Tumor! So langsam würde ich wieder trotzig: dem „Arschloch“ werd ich’s zeigen!

Ein paar Tage danach hatte ich dann das Vorgespräch zur „grossen OP“. Wie immer würde ich liegend im Bett gefahren: ich konnte ja noch immer nicht lange sitzen oder stehen. Die Chirurgin (die mich inzwischen seit August kannte) schon mich ins Zimmer und fing an mich aufzuklären: „Wir müssen sie radikal operieren, damit wir den Krebs komplett erwischen können. Das bedeutet wir müssen ihr Rektum entfernen und den Enddarm und Teile der Scheide. Sie bekommen ein Stoma. Eventuell müssen wir auch ihre Gebärmutter entfernen. Das wird aber dann bei der Operation entschieden.“ Was?! Sie erklärte mir alles anhand des Aufklärungsbogens. Zeichnete ein was passiert und erklärte, zu welchen Komplikationen es kommen kann.. Und dass ich die ersten Tage nach der OP auf Intensivstation liege. Dabei brach ich dann zusammen: ich heulte und zitterte und dachte ich bin im falschen Film! Die Ärztin versuchte mich zu beruhigen und wollte das Anästhesiegespräch, dass gleich stattfinden sollte, verschieben. Aber das wollte ich nicht! Ich wollte es angehen! „Arschloch“ kotzte mich ja so maßlos an! Also: OP am 13.12.17 mit „Alles raus“, Schmerzmittelpumpe und einem Stoma auf Lebenszeit! Herzlichen Glückwunsch, Melli!

Die folgenden Tage waren grausam! Ein Stoma! Keine Gebärmutter! Alles mega Scheisse! Ich suchte im Internet nach Info und fand schließlich ein Video von Benni (Hier geht’s zur „Über mich“-Seite auf Bennis „Cancelling Cancer“-Blog) von beim Wechseln der Stomaversorgung. Und das hat mich irgendwie beruhigt. Er hat so eine herzliche Art und der Umgang mit der Krankheit und dem Stoma war so „normal“. Das gab mir Hoffnung. Vielleicht kann man damit ja wirklich besser leben? Die Schmerzen und die Durchfälle waren ja auch nicht mehr auszuhalten! Und ich will ja mit meinen Mädels was erleben! So ging das ja auch nicht.. Also muss ich da durch. Das YouTube Video von Benni findet ihr hier.

Gut auf Schmerzmittel eingestellt, sollte ich dann bis zur OP entlassen werden. Aber es kam anders: nachdem die Schmerzen wieder schlimmer wurden und ich dann auch noch beim Duschen kollabiert bin musste ich wieder zum Proktologen. Der meinte dann, dass wir nicht mehr bis zum 13.12. warten können und kümmerte sich um den nächstmöglichen OP-Termin: den 29.11.17 – also schon nächste Woche Mittwoch!

Danach ging alles ganz schnell.. Ich wurde am Tag vor der Operation in die chirurgische Abteilung verlegt und lernte meinen Operateur kennen: Dr. Engel 😇

Dann sollte ich abführen. Och nö! Noch mehr Durchfall! Aber es sollte das letzte Mal sein. Also verbrachte ich wieder die halbe Nacht in der Dusche und schlief danach erschöpft ein. Bald ist der ganze Alptraum hier hoffentlich vorbei!

„Frau M., sie müssen sich fertig machen. Sie sind die nächste im OP.“ Ich schrak auf! „Was? Ok!“ Die Schwester half mir beim Thrombosestrümpfe anziehen und ich bekam das OP-Hemdchen und das Häubchen auf.. Ich begann zu weinen. Begriff, was gerade passiert! Ich habe Krebs! Dieser Scheiss Krebs! Man gab mir etwas zur Beruhigung und schon mich in den Vorraum. Dort wurde ich umgebettet und es ging einen Raum weiter. Dort bekam ich meine Nadel in den Arm und die Narkose wurde vorbereitet. „Tumor ist, wenn Mann trotzdem lacht!“… Das waren meine letzten Worte. Die verstorbene Mutter einer sehr guten Freundin hatte das mal gesagt. Es wurde zu meinem Lebensmotto! Mein rabenschwarzer Humor hatte mich so manch üble Situation überstehen lassen. So auch jetzt!

Als ich aufwachte war ich auf der Intensivstation: überall Schläuche und wieder diese Schmerzen! Waaah! Der Alptraum geht weiter.. Ich konnte mich nicht mal umdrehen. Und überall piepste es. Es war hell und es war komisch.. Die Schwester war sehr freundlich und bot mir Tee an. Und dann kamen auch schon zwei Ärzte rein. Sie erklärten mir, wie die Schmerzmittelpumpen funktionierten und sahen sich das Stoma an. „Das ist aber ein sehr schönes Stoma.“ Moment! Das Stoma! Scheisse! Es ist doch Realität! Ich konnte nicht hinsehen.. Das einzige, was ich bemerkt hatte war die Plastiktüte, die auf meinem Bauch klebte und die Schmerzen im Bauch. Ja klar! Ich wurde ja auch aufgeschnitten und wieder zugenäht. Beruhig dich, Melli! Die machen das öfter..

Kurz danach kam Dr. Engel rein und erklärte mir, dass sie soweit alles entfernt haben, ich aber meine Gebärmutter noch habe. Es war ein Gefühlschaos: Schmerzen! Freude! Erleichterung und Angst. Als ich mich beruhigt hatte schlief ich dann auch bis zum nächsten Morgen durch..

Es war der 30.11. und ich wurde von sechs Augenpaaren angesehen: „Guten Morgen! Wie geht es Ihnen?“ „Mächtig beschissen! Ich fühle mich, als hätte man mich zersägt. Alles tut weh und mir ist schlecht!“ In diesem Atemzug fing ich an mich zu übergeben. Das war alles zu viel für mich. Die Ärzte gaben mir dann etwas gegen die Übelkeit und kurz danach bekam ich meinen ersten Brei zu essen. Und ich hatte auch auf einmal wieder wahnsinnigen Hunger! Endlich. Dann kann es ja nur noch aufwärts gehen…

September 2017 – Therapie

Ich bin ja so froh, dass ich im Klinikum so wunderbar psychologisch betreut wurde. Danke Frau Kohrs! ♥️ In so manch dunkler Stunde haben Sie mich aufgebaut!

Und auch das Hilfsangebot von Familien leben mit Krebs war wunderbar! Ich wusste nämlich nicht, wie ich meinen Kindern das mit dem Krebs vernünftig und kindgerecht erklären sollte! Danke an „Leyla“, dass sie das so helfend gemeistert haben! ♥️ Sie haben grossen Eindruck bei den Mädels hinterlassen..

Das Buch, dass zum Einsatz kam hiess „Das ist Krebs“ und hat wunderbar erklärt was Krebs ist, wie die Bestrahlung funktioniert und dass man vom Chemo Haarausfall bekommen kann. Sehr schön erklärt und illustriert. Für meine 6 & 8jährigen Mädels genau richtig! Das Buch gibt es hier.

So kam auch langsam Routine in den Krankenhausalltag. Und ich schaffte es immer öfter nach draussen. Mein Rollstuhl-Sitzkissen-Gespann half mir dabei. Nachmittags um 14 Uhr bekam ich meistens meine Bestrahlung und war danach auch erstmal ziemlich kaputt. Meine Haut wurde immer schrumpeliger und mein Darm spielte inzwischen verrückt. Dann kam auch noch übler Juckreiz dazu. Und weil es so schön war, hatte sich in der Zwischenzeit ein neuer, ziemlich grosser Abszess durch meinen Po gebohrt.

Ok. Neue OP. Die Ärzte entschieden sich, mir einen sogenannten Cavakatheter (Venenkatheter in den Hals) zu legen weil ihnen meine Venen inzwischen zu „unzuverlässig“ waren für die OP. Und auch für den letzten Chemozyklus hatte er sich als nützlich erwiesen. Denn einen Port wollte ich nicht.

Und wieder eine Wunde mehr zum Ausduschen. Waaaaah!!

Am 29. September hatte ich es dann geschafft! Meine letzte Bestrahlung: ich hatte geweint dabei. Ich war erleichtert. Es war geschafft! Und morgen gehe ich nach Hause!

Ja. Nach Hause! Endlich! Als der Rettungswagen kam um mich abzuholen und nach Hause zu fahren, da konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Es fiel alles von mir ab! Endlich zu meiner Familie! ♥️ Und zu meinen Katzen. Und in eine neue Situation: wir hatten ja jetzt auch eine Familienhelferin von der Caritas zu Hause. Ok. Also ich alleine mit dieser fremden Frau. Komisches Gefühl. Aber ich komme super mit ihr zurecht,- und auch die Kinder mögen sie sehr..

Die Fahrt im Krankenwagen war mal wieder sehr anstrengend. Ich musste danach erst mal schlafen. Und als die Kinder mich freudestrahlend umarmten, war für einen Moment alles vergessen..

August 2017 – Diagnose & Therapiebeginn

Es war der 7. August. Zwei Tage nach meinen Besuch in der proktologischen Sprechstunde holte ich mir von meinem Hausarzt eine Überweisung und wurde ins Klinikum Nord gefahren. Gott sei Dank!!

Dort wurde ich gleich stationär aufgenommen und am nächsten Tag  dem Proktologen vorgestellt. Das war der 8. August. Es folgten noch am selben Tag ein Kernspin und eine Computertomografie und abends um halb zehn auch gleich eine OP. Ich entschied mich für eine spinale Narkose um dem Baby nicht zu schaden. Dort wurde mir eine Analfistel (von der ich noch gar nichts wusste) entfernt und Gewebeproben entnommen. Noch im Aufwachraum kam die Frauenärztin, um die Herztöne vom Baby zu kontrollieren,- aber es waren keine da.. Ich war am Boden zerstört! Ich wollte das alles nicht wahrhaben und versuchte mich zu beruhigen, denn am nächsten Tag sollte ich in die gynäkologische Abteilung verlegt werden um das nochmals alles genau abzuchecken.. Aber auch am nächsten Tag waren keine Herztöne feststellbar: mein Baby war bereits tot.. Ich war in der 19. Woche. Ich verstand gar nichts mehr! Als der Arzt dann noch meinte dass ein Kaiserschnitt zu riskant war und wir mit Tabletten sofort die Geburt einleiten würden war alles vorbei! Ich war durch mit den Nerven! Und auch jetzt, beim Schreiben, heule ich wie ein Schlosshund. So heftig! Mir riss es den Boden unter den Füßen weg! Der absolute Albtraum!

Ich bekam Tabletten,- aber die Wehen setzten nicht ein. Dafür erbrach ich wieder und wieder. Ich war mit den Kräften am Ende. Am nächsten Tag, dem 10.08. dann, setzten endlich die Wehen ein.. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und ich realisierte auch, dass ich durch die Fistel-OP ein Loch von Darm bis Pobacke hatte: ich war quasi inkontinent. Hammerhart! Ich hatte Angst, Schmerzen und machte mir Vorwürfe dass das Kind nicht überlebt hatte. Um kurz nach 20.00 Uhr rief ich nach der Schwester. Die Wehen kamen minütlich. Die Hebamme bestätigte mir, dass der Muttermund endlich weit genug geöffnet war und schob mich in den Kreissaal.

innerhalb von einer Stunde hatte ich es geschafft. Ich dürfte meinen kleinen Kämpfer sehen: TOM ❤️ Du bist jetzt hoffentlich an einem besseren Ort.

Nach zwei Tagen verliess ich die Klinik und ging nach Hause zu meinen Lieben. Aber die Schmerzen wurden immer schlimmer! So rief ich wieder den Krankenwagen..

Zurück im Klinikum Nord bekam ich dann Schmerzmittel und Infusionen und mir ging es nach einem Tag ein wenig besser. Und dann kam ein Moment, den ich nie vergessen werde: der Doc kam mit einem verdammt traurigen Gesicht ins Zimmer und setzte sich zu mir auf mein Bett: „Frau Maurer, wir haben das Ergebnis ihrer Gewebeproben..“ Ich verstand gar nix! Was er mir wohl sagen wollte? „Sie haben Enddarmkrebs. Ihr Fall wurde gerade im Tumorboard besprochen. Ich werde Sie gleich morgen in der Strahlenklinik vorstellen. Es tut mir leid, was Sie gerade durchmachen müssen.“

BÄM!! Was sagt der? Krebs? Ich? Wieso? Keine Analfissur? Ein Tumor? Der muss sich irren!

Nachdem er mir noch Rede und Antwort gestanden hat war ich erstmal verwirrt. Ich hatte zwar ganz nüchtern alles Wichtige gefragt, aber so richtig in meinem Hirn kam das nicht an.. Krebs? WTF?! Und der Doc versicherte mir immer wieder, dass sie sich sicher nicht irren würden. Ich passe zwar nicht ins Raster, da ich zu jung wäre, aber es ist definitiv Krebs.

Am nächsten Tag in die andere Abteilung. Es war alles so unrealistisch! Ich stand absolut neben mir. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich wegen meiner Fistelwunde und dem Tumor schon nicht mehr sitzen. Ich wurde liegend im Bett zu den Untersuchungen gefahren. Also lag ich da im Gang und wartete auf die Ärztin. Die kam auch relativ zügig, schob mich ins Zimmer und erklärte mir wie es weitergehen sollte: 28 Bestrahlungen und 2 Zyklen Chemo (4x 20 Stunden),- danach eventuell OP. Über Mögliche Risiken würde ich dabei auch aufgeklärt. Und: dass es wohl besser wäre ein vorübergehendes Stoma zu bekommen, da das Karzinom auch zu einem Darmverschluss führen könnte. Stoma? Nen künstlichen Darmausgang?

Was?! Bestrahlung? Chemo?! Krebs? Rektumkarzinom? Was geht hier bloß ab? Ok. Therapiebeginn nächste Woche. Ich hab’s immer noch nicht verpackt!

Ich habe ab da wahnsinnig viel gelesen und recherchiert. Auch über alternative Behandlungsmethoden. Aber die waren meistens nicht genügend erforscht. Und wenn ich den Radiochemoweg gehe, habe ich wenigsten eine Chance, bevor „Arschloch“ (so nannte ich meinen Tumor liebevoll) noch streut. Also keine Zeit zu Verlieren: ich muss das Überleben! Für meine Töchter! ♥️

Ein paar Tage später hatte ich meine erste Begegnung mit dem Bestrahlungsgerät. Dabei wurden mir mit wasserfestem Stift Fadenkreuze auf die seitlichen Oberschenkel und aufs Schambein gezeichnet. Um immer die gleiche Position beim Bestrahlen zu gewährleisten. Das Stoma habe ich dankend abgelehnt.. Da ich glücklicherweise ein kleines Einzelzimmer mit Dusche bekam, konnte ich mich ja da entleeren und meinen Fistelgang ausduschen. Ja! Ausduschen.. Ich hasste es! Nach jedem Stuhlgang ausduschen. Und ich hatte bereits da heftige Durchfälle. Also verbrachte ich einen großen Teil meiner Zeit in der Dusche. Durch die Bestrahlungen wurden diese Durchfälle auch nicht besser.. Es war grausam! Nach und nach verlor ich dann meine Schamhaare und meine Haut wurde langsam dunkler. Meine Arme waren von den vielen Infusionen auch komplett zerstochen. Und ich wurde immer dünner. Den ersten Chemozyklus hatte ich dann dafür aber doch gut weggesteckt. Allerdings hatte ich da schon kaum mehr Muskeln: ohne Rollator ging nix mit laufen. Und ich nahm auch wahnsinnig viele Schmerzmittel.

Und dann Ende August hatte ich wieder neue Beschwerden. Es wurde sofort untersucht: ein Abszess! Herrlich! Der wurde 2 Tage später entfernt und somit hatte ich dann 2 offene Wunden am Hintern. Wunderbar! Und das während der Bestrahlung. Es heilte alles so furchtbar schlecht und ein Sitzen rückte in weite Ferne.. Aber ich würde auch immer trotziger und mental stärker: diesem verdammten Krebs werde ich es zeigen! Arschloch! Auch, wenn ich absolut am Boden war: Aufgeben war nie eine Option! Und einen Plan B hatte ich nicht..

Eigentlich wollte ich nur „schöne Sachen“ posten…

…aber das Leben ist leider nicht immer nur schön. Nein! Manchmal kommt es sogar richtig hart.. Ich habe lange überlegt ob ich es veröffentlichen soll, aber ich möchte Euch meine Geschichte erzählen. Zum einen um alles selbst etwas zu verarbeiten und zum anderen um anderen Betroffenen Mut zu machen…

Im Mai 2017 hatte ich einen positiven Schwangerschaftstest. Und ich war überglücklich! Mein 3. Kind! Wahnsinn! Und vielleicht bekommen meine 2 Mädels ja ein kleines Brüderchen? Wer weiß.. Ein bisschen Angst war natürlich auch dabei: ich hatte vor 11 Jahren bereits einen Abort in der 11. Woche.. Also wollte ich es den Kindern erst sagen wenn alles sicher ist.. Oder zumindest die kritischen 12 Wochen rum sind.

Nach wochenlangen Übergeben und wahnsinniger Müdigkeit haben wir es den Mädels also gesagt. Und sie haben sich unheimlich gefreut! Vor allem Ina: sie hat meinen Bauch geküsst, mich immer wieder umarmt und „Du bist schwanger! Wir kriegen ein Baby!“ gerufen während sie wie ein Floh auf dem Sofa herumhüpfte. Wir waren einfach alle unheimlich glücklich!

Dann bekam ich immer mehr Probleme beim Sitzen. Das Nähen wurde zur Qual und es schmerzte immer mehr. Ich dachte an Hämhorroiden und der Termin beim Proktologen war auch schon ausgemacht.. Und dann, Ende Juni, nahm das Glück plötzlich seine Kehrtwende: als ich in der Badewanne saß hatte ich auf einmal wahnsinnige Schmerzen und fing auch massiv aus dem Hintern zu bluten an. Ich hab natürlich nicht lange gefackelt und sofort den Krankenwagen gerufen, wurde ins Klinikum gebracht und dort kam die verheerende Fehldiagnose: Magen-Darm-Grippe!! Das war natürlich das Naheliegenste. Aber ich fühlte, dass  es das nicht war! Ich kenne doch meinen Körper! Aber auch nach mehrmaligem Betteln bekam ich keinen Proktologen zu sehen. Also wurde ich wieder entlassen und ging am nächsten Tag mit höllischen Schmerzen und auf eigene Faust zum Prok.. Und da hieß es dann: Analfissur. Ich bekam Zäpfchen und Creme und sollte in 2 Wochen wiederkommen. Ok, gesagt, getan.. Beim Termin danach hieß es ich solle noch ein wenig durchhalten: eine Fissur heilt normalerweise gut ab, aber sowas dauert nun mal… Die Schmerzen wurden immer schlimmer und inzwischen konnte ich weder laufen noch lange stehen.. Ich merkte wieder, dass ich innerlich mehr und mehr aufreiße.. Und ich blutete immer mehr! Stuhlgang war nur noch eine Höllenqual. Das konnte nicht normal sein!! Also ließ ich mich ins naheliegende Klinikum zur Proktologischen Sprechstunde fahren und erhielt wieder die Diagnose Analfissur. Ich konnte nicht mehr! Ich konnte ja auch kaum Schmerzmittel wegen dem Baby nehmen! Es war die absolute Hölle!! Die Kräfte reichten gerade noch zum Aufs-Klo-Gehen, ich hatte kaum Appetit und war am Ende meiner Kräfte. Hier stimmte was nicht! Eine Analfissur konnte doch nicht so heftig sein! Und ich hatte wahnsinnige Angst. Angst um mein Baby.. Was auch nicht unbegründet war, wie sich bald herausstellte…

…Das ist das einzige Bild von meinem Bäuchlein. Und auch dazu noch ein ganz Schlechtes. Naja.. Passend zu meinem Allgemeinzustand in dieser Zeit.. 🙁

Muttertag <3

Hach!! Gestern war ja Muttertag.. Und ich habe ihn den ganzen Tag lang genossen.. 🙂
Und meine Mädels haben sich auch richtig in´s Zeug gelegt, waren total friedlich und haben mir diese süßen Geschenke hier mit dem passenden Gedicht dazu überreicht:

2 wunderschön gestaltete Karten, selbstgemachtes Badesalz von Samara (das garf ich aber nicht benutzen! Sie hat sich nämlich ganz viel Mühe gegeben) und ein Schlüsselanhänger aus Holz in Herzform von Ina..
Einfach wunderbar!! Und wie war Euer Muttertag so??

Auf zu IKEA!!

…und auch vor mir ist das schwedische Möbelhaus mit den 4 Buchstaben nicht sicher.. Also nutze ich heute meinen „freien Tag“ um mit meiner Freundin Claudia in die IKEA zu pilgern..

Ich liebe SchnickSchnack und kleine Dekoartikel.. Und im Zuge des Kinderzimmerumstylings brauchen wir ja eh auch noch die ein oder andere Kleinigkeit.. Also MUSS ich ja sowieso.. 😂

Ich habe auch just eine Hakenleiste für Ina’s Wand gefunden. Perfekt in ihr Pipi Langstrumpf Wandbild integrierbar, wie ich finde.. Und das Lieblingskleid ist auch immer griffbereit.. 😉

Yes! Das Mädchenzimmer ist super geworden.. Ich bin ja sooo stolz auf mich! Da muss ich mich jetzt mal ausgiebig für loben.. 😃

Und für Samara? Na klar! Eine pinkfarbene DrönaBox für ihr Regal.. Dann hat sie (Gott sei dank!!) noch eine Verstaumöglichkeit mehr in ihrem Zimmer. Hach! Und das passt alles so gut zu dem „neuen GlitzerBlingBling-Nachtkästchen! Perfekt!

Und jetzt hab ich Hunger! Vegetarische Bällchen auf Quinoa mit Ayvar?? Nehm ich!! Und es war auch wirklich gut..

Tagesresume: ja! Ich werde es wieder tun!

Gesammelte Werke

So! Ich muss euch jetzt mal mit einer Bilderflut überschwemmen.. Ich habe ja hier soooo viele tolle auf dem Rechner und ich schaffe es nicht, für jedes einen eigenen Beitrag zu machen.. Das ist ja auch gar nicht nötig.. Also los geht´s..

Als erstes zeige ich eines meiner neuesten Werke. Ein HippoSet in Gr. 62/68. Hach! Ich bin verliebt! Mit aufwändiger HippoApplikation, Zierstichen und allem Möglichen SchnickSchnack verziert..

Hier auch ein neues Set: Mit Krabbenappli! Ein Sommerset quasi. Die Applikationsvorlage ist mal wieder von „Vicki´s kleine Werke“. Hier geht´s zu Vicki´s Facebook-Seite.

Hier auch ein Sommerset: mit IgelAppli! „Mei ist des liab“ hab ich mir da schon sagen lassen…

Und ich hab noch mehr.. 😉

Hier ist eine Feliz, die ich aufwändigst mit Rüschchen und allem möglichen SchnickSchnack verziert habe.. Die wird übrigens heute noch von der Kleinen getragen.. <3

Und der FliegenpilzZipfelpulli: Diesmal Applikationen mit Fleece… 😉

Ja!! Die Pilzjacke.. Ein Versuchsobjekt.. Da hatte ich meine Stickmaschine neu bekommen und musste sie natürlich ausgiebig testen. 😉

Und unsere Babyschale: die Mädels haben so in dem Ding geschwitzt, daß ich kurzerhand einen Frotteebezug mit ErdbeermädchenStickerei genäht habe. Zweckmässig und schön!

Die HippoKrabbeldecke.. Übrigens genäht nach einem BurdaSchnitt…

Ich habe endlich mal wieder Appliziert.. <3

Hach! Da bin ich wieder..

Und ich bin rundum zufrieden.. Ich habe das erste Mal seit langem wieder etwas appliziert..
Nachdem meine eigenen Vorlagen irgendwie schon ziemlich laaaange unreif auf dem Rechner schlummern, hab ich mir selbst einen kreativen Tritt in den Hintern gegeben:
Genauer gesagt hatte ich mich bei einem Aufruf spontan bei Vicki´s kleine Werke für Stammapplizierteam beworben und wurde doch glatt genommen.. 😉 Also MUSS ich ja quasi mal wieder Tüddelkram machen..

Aber was erzähle ich hier? Ich zeige Euch lieber ein paar Bilder:

Das hier ist die Applikation „Kleiner Fuchs auf hoher See“ von „Vicki´s kleine Werke“. Hier ist der Link zum DawandaShop von Vicki

Dort findet ihr viele tolle Vorlagen.. Auch die Eule hier:

So! Das muss erstmal für heute reichen… Mehr DARF ich Euch noch nicht zeigen.. <3 Ist aber schon fertig.. 🙂